Kulturministerin Lina Mendoni besichtigte das Gebiet um Porto Germenos, um die Auswirkungen des Großbrandes vom 31. Juli 2026 auf die antike Festung sowie die byzantinischen und nachbyzantinischen Denkmäler des Aigosthenes zu ermitteln.
Aktuell – Der Brand hatte das Gebiet vier Tage lang in Atem gehalten. Dank der umfassenden und systematischen Rodungsarbeiten der zuständigen Ephorie für Altertümer Westattikas wurden die Denkmäler durch das Feuer nicht wesentlich beschädigt.
In der Festung des Aigosthenes entstanden weder an den Mauern und den restaurierten Türmen (Südosten und Nordosten) noch an den Tempeln innerhalb der Akropolis größere Schäden. Ihre Fresken müssen jedoch dringend gereinigt werden. Im nördlichen Teil der Festung beschädigte das Feuer darunterliegende Steinblöcke, die für die anstehenden Restaurierungsarbeiten vorgesehen waren.

Die moderne Infrastruktur der Stätte wurde beschädigt. Die hölzernen Stützbalken des im nordöstlichen Abschnitt der Mauer installierten Gerüsts wurden zerstört, wodurch das Gerüst, die Kranbrücke und das außerhalb der Festung auf der Baustelle gelagerte Gerüst, die elektrische Beleuchtung, die Wasserversorgung und die Baustellenbüros der Ephorie für Altertümer in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Die Festung des Aigosthenes, die den Südosten des Golfs von Korinth beherrscht und in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. erbaut wurde, zählt zu den am besten erhaltenen Festungen Griechenlands. Ihre strategische Lage ermöglichte ihre kontinuierliche Besiedlung – sowohl in frühchristlicher Zeit als auch in der spätbyzantinischen und nachbyzantinischen Epoche –, da sie den Golf von Korinth und die Zugänge ins Hinterland überwachte und kontrollierte. Davon zeugt unter anderem die Kapelle aus dem 11. Jahrhundert, die der Jungfrau Maria oder der Heiligen Anna geweiht ist und mit antiken Baumaterialien errichtet wurde. Innerhalb der Festungsmauern befand sich ein Kloster, dessen Zellen und die kleine Georgskirche (Katholikon) erhalten geblieben sind.
Lina Mendoni wurde zur Besichtigung begleitet von der Generalsekretärin für Kultur Olympia Vikatou, der Direktorin für die Erhaltung antiker und moderner Denkmäler Maria Mertzani, dem Leiter der Studienabteilung der Direktion für die Restaurierung antiker Denkmäler Michalis Lefantzis, dem stellvertretenden Leiter – und den zuständigen Führungskräften – der Ephorie für Altertümer Kalliopi Florou sowie offiziellen Beamten. (opm)





