Ob Joggingrunde oder Spaziergang mit dem Hund im Februar, im Sommer oder im Spätherbst: Zecken machen längst keine Winterpause mehr.
Magazin – Genau deshalb gilt heute mehr denn je: Konsequente Zeckenprophylaxe aus der Tierarztpraxis und tägliches Absuchen der Tiere gehören zur festen Routine. Wer hier frühzeitig handelt, schützt seinen Hund nicht nur vor lästigen Stichen, sondern reduziert auch das Risiko schwerer, teils lebensbedrohlicher Erkrankungen wie der Babesiose.
Zecken in Deutschland: auch im Winter aktiv
Milde Winter und lange Übergangszeiten sorgen dafür, dass Zecken heutzutage ganzjährig aktiv sind, bereits ab etwa +7 °C – manche Arten sogar bei Frost. Besonders die kältetolerante Auwald- oder Wiesenzecke breitet sich seit Jahren stark aus und ist inzwischen in vielen Regionen Deutschlands nachgewiesen, auch im Norden. Mit ihr steigt das Risiko für Babesiose, eine durch Blutparasiten (Babesien) ausgelöste Erkrankung, die früher als klassische Reiseerkrankung galt und heute als in Deutschland heimisch gilt.
Babesiose: früh erkennen, schnell handeln
Umso wichtiger ist ein wirksamer Zeckenschutz, der Zecken bereits vor dem Stich fernhält oder nach dem Anheften schnell und sicher abtötet, bevor die Erreger übertragen werden. Unbehandelt kann Babesiose zu Fieber, Blutarmut, Mattigkeit und schweren Organschäden führen. Eine frühe Diagnostik in der Tierarztpraxis verbessert die Heilungschancen deutlich.
Zeckenprophylaxe: individuell und lückenlos
Für den Zeckenschutz stehen verschiedene Präparate zur Verfügung – etwa Spot-ons, Halsbänder, Tabletten oder Injektionen. Die Wirkdauer reicht von einigen Wochen bis zu einem Jahr. Entscheidend ist, das passende Produkt gemeinsam mit der Tierärztin oder dem Tierarzt auszuwählen und es regelmäßig anzuwenden. Die
meisten Mittel schützen zusätzlich auch vor Flöhen, was besonders für aktive Tiere ein Plus ist.
Tägliches Absuchen bleibt Pflicht
Trotz Zecken-Prophylaxe sollte der Hund täglich kontrolliert werden – besonders an Kopf, Ohren, Hals, Achseln, Bauch, Leisten und zwischen den Zehen. Wird eine Zecke entdeckt, gilt: schnell und korrekt entfernen, nicht quetschen oder drehen und die Stelle desinfizieren. Zeigt das Tier Fieber, Mattigkeit oder Lahmheit, ist eine tierärztliche Abklärung wichtig.
Fazit
Zecken sind ein ganzjähriges Risiko. Wer auf tierärztlich empfohlene Prophylaxe setzt und sein Tier regelmäßig absucht, schützt aktiv vor Babesiose und anderen zeckenübertragenen Erkrankungen. (opm/Bundesverband für Tiergesundheit)





