Das Kulturministerium schloss die Arbeiten zur sofortigen Verstärkung der Schutzmaßnahmen am mittelalterlichen Turm von Koutoumoulas im Gebiet Krieze der Gemeinde Kymi-Aliveri auf Euböa ab und rettete damit den höchsten erhaltenen mittelalterlichen Turm der Insel. So wurde seine strukturelle Stabilität und sein Schutz für zukünftige Generationen sichergestellt.
Aktuell – Unter den Dutzenden von Türmen und kleinen Festungen aus dem Mittelalter, die sich über ganz Euböa erheben, ist der Turm von Koutoumoulas der höchste. Er ist ein imposanter Turm aus fränkischer Zeit, nördlich der Siedlung Koutoumoulas und westlich von Velous (auch Velousia oder Belousi genannt) in der Region Krieze. Er hat einen quadratischen Grundriss von 7,00 x 7,00 m, ist etwa 23 m hoch, erstreckt sich über drei Stockwerke und ist mit Zinnen bekrönt.
Der Turm ist Teil der umfassenden Befestigungsanlage im Landesinneren von Euböa. Die mittelalterlichen Türme, die zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert errichtet wurden, kontrollierten das ländliche Umland der Insel. Dieser Turm dominiert die Siedlungen Koutoumoulas und Velos, die bereits im 15. Jahrhundert in Steuerlisten als Katomula bzw. Abelusia erwähnt werden. Er diente dem lokalen Feudalherrn als ständiger oder saisonaler Wohnsitz und erfüllte Wohn-, Verwaltungs- und Verteidigungszwecke – eine Nutzung, die sich während der osmanischen Herrschaft (1470–1833) fortsetzte. Im Laufe der Zeit verfiel das Mauerwerk des Bauwerks zusehends, und es traten zunehmend statische Probleme auf, hauptsächlich aufgrund seismischer Aktivitäten und der Alterung der Baumaterialien. Daher waren sofortige Verstärkungsmaßnahmen notwendig, um weiteren Verfall zu verhindern. Die Arbeiten, mit einem Gesamtbudget von 72.500 Euro, finanziert aus dem regulären Haushalt und dem PDE des Kulturministeriums/der Ephorie für Altertümer von Evia, wurden von der Ephorie für Altertümer von Evia eigenständig und nach Abschluss der Arbeiten durchgeführt und umfassten: (a) die Erstellung einer Studie zu Sofortschutzmaßnahmen, (b) die Bekämpfung von Vegetation und biologischem Abbau, (c) das Sammeln und Sortieren von Steinen aus der Umgebung und deren Einsetzen in die Pfeiler und die vertieften Balkenkästen, (d) das Abdichten der Mauerwerkskronen mit wasserdichtem Opfermörtel, (e) das Abdichten der Risse und das Fixieren der brüchigen Steine mit Steinnähten, (f) den Einbau verstärkter Holzrahmen zur Stabilisierung in die Turmöffnungen und (g) die Eindeckung des Gewölbes mit Wellblech auf einem Weichholzgerüst unter Berücksichtigung einer funktionierenden Regenwasserableitung.
Heute, nach Abschluss der Arbeiten, dominiert der Turm wieder die Landschaft Euböas, seine Wehrmauern sind fertiggestellt und seine Öffnungen repariert, und versetzt den Besucher gedanklich in andere historische Epochen zurück. (opm)





