Das Kulturministerium – vertreten durch die Ephorie für Altertümer von Kefalonia und Ithaka – setzt sich für den Schutz, die Restaurierung und die Vermarktung der römischen Villa in Agia Efimia auf Kefalonia ein.
Aktuell – Das Projekt, das den Besuch und die Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen verbessert, wird mit 330.000 Euro aus dem Regionalen Operationellen Programm „Ionische Inseln“ (NSRF 2021–2027) finanziert. Es umfasst den Bau eines Schutzdachs, einer barrierefreien Aussichtsplattform sowie die Instandhaltung und Restaurierung der Mosaikböden und des bestehenden Mauerwerks.
Kulturministerin Lina Mendoni erklärte: „Seit 2021 hat die zuständige Ephorie des Kulturministeriums eine Reihe umfangreicher Maßnahmen an Denkmälern im Gebiet der Gemeinde Sami durchgeführt, die viele Jahre lang nicht die gebührende staatliche Aufmerksamkeit erhalten hatten. Ein Beispiel hierfür ist die römische Villa Agia Efimia. Mit dem Abschluss des Projekts zu ihrem Schutz, ihrer Restaurierung und ihrer Vermarktung sind der umfassende Schutz und die statische Abschirmung des Denkmals gewährleistet. Durch die Schaffung dieser modernen Schutz- und Besucherinfrastruktur ist die archäologische Stätte sicher, nutzbar und für alle Besucher zugänglich.“

Die römische Villa liegt etwa im Zentrum der Siedlung Agia Efimia und stammt aus dem 2. bis 4. Jahrhundert n. Chr. Sie zählt zu den bedeutendsten römischen Bauwerken auf Kefalonia und zeichnet sich durch ihren charakteristischen P-förmigen Grundriss aus. Die Räume sind um ein zentrales Atrium angeordnet, und die Villa besitzt zwei bemerkenswerte Mosaikböden mit geometrischen Mustern. Sie bewahrt wichtige architektonische Überreste wie Mauerwerk, eine Zisterne, einen Brunnen, eine Bleileitung und Keramik-Pithoi sowie die Reste eines Badehauses. Das Bauwerk scheint in der Spätantike aufgegeben worden zu sein und diente, wie die bei den Ausgrabungen gefundenen, mit Ziegeln gedeckten Gräber belegen, zuletzt als Gräberfeld.
Die erste Ausgrabung wurde Ende der 1950er Jahre von Vasilios Kallipolitis durchgeführt. Nach Jahren des Stillstands und erheblicher Schäden wurden die Ausgrabungsarbeiten im Jahr 2000 wieder aufgenommen. In den Jahren 2008–2009 wurden im Rahmen des INTEREGG IIIA-Programms Griechenland-Italien umfangreiche Konservierungs-, Restaurierungs- und Aufwertungsarbeiten durchgeführt, die zur Rettung der Mosaikböden, zur Festigung des Mauerwerks und zur Restaurierung der architektonischen Überreste führten. (opm)





