Kulturministerin Lina Mendoni weihte im Rahmen ihres Besuchs auf den Dodekanes-Inseln den restaurierten Glockenturm der Kirche Agios Ioannis Prodromos in Symi ein. Die Restaurierung erfolgte in seiner ursprünglichen Form und wurde von den zuständigen Abteilungen des Kulturministeriums mit Mitteln des Wiederaufbaufonds realisiert.
Kultur – Das symbolträchtige Bauwerk wurde von der Direktion für die Restaurierung byzantinischer und nachbyzantinischer Denkmäler des Kulturministeriums mit einem Gesamtbudget von 800.000 Euro restauriert. Die Restaurierung des Glockenturms ist Teil der Strategie des Kulturministeriums zum Schutz und zur Förderung des kulturellen Erbes der kleinen Inseln und abgelegenen Gebiete. Ziel ist es, bedeutende Denkmäler zu erhalten und sie mit der nachhaltigen Entwicklung der lokalen Gemeinschaften zu verknüpfen. Die Fertigstellung des Projekts stärkt das Potenzial von Symi als Reiseziel für Kultur- und Religionstourismus und eröffnet neue Perspektiven für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Insel.

Kulturministerin Lina Mendoni erklärte: „Heute ist ein Tag der Freude, denn der historische Glockenturm von Agios Ioannis Prodromos, ein Wahrzeichen der Insel, wurde fertiggestellt und der Gemeinde von Symi zurückgegeben. Die Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs und die Zeit hatten erhebliche Schäden verursacht, wodurch das Denkmal stark verfiel. Das unmittelbare Umfeld war seit 2017 wegen Einsturzgefahr gesperrt. Die statische Abschirmung und die umfassende Restaurierung des Glockenturms waren daher unerlässlich. Dies wurde bei der Untersuchung festgestellt, die wir 2020 anlässlich der Einweihung des Diachronen Museums von Symi durchführten. Mit diesem Projekt entsprachen wir dem tiefen Wunsch nicht nur der Kirche und der Heiligen Metropolie, sondern der gesamten Bevölkerung vor Ort, denn der Glockenturm der Metropolitankirche ist ein integraler Bestandteil des kulturellen Erbes und der religiösen Tradition von Symi und des Dodekanes. Griechenland braucht heute mehr denn je die Mobilisierung aller Kräfte, Zusammenarbeit und Einigkeit.“ Das alleinige Ziel ist das Wohl unserer Gesellschaft. Der Schutz und die Förderung solch wichtiger historischer Dokumente auf unseren Inseln bewahren nicht nur unser kollektives Gedächtnis, sondern schaffen auch die Voraussetzungen für eine nachhaltige kulturelle und touristische Entwicklung mit konkreten Vorteilen für die lokale Gesellschaft und Wirtschaft.
Nach Abschluss der Arbeiten wird der Glockenturm an die Gemeinde zurückgegeben und trägt so zur Stärkung der kulturellen Identität von Symi und zur Aufwertung des kulturellen und touristischen Angebots der Insel bei. Der imposante, 1880 errichtete und fast 24 Meter hohe Glockenturm, der das Ortsbild prägt, ist eines der bekanntesten Wahrzeichen und ein bedeutendes Beispiel für die Kirchenarchitektur des Dodekanes. Die Arbeiten umfassten die Überprüfung und Verstärkung des Fundaments, die Installation von Metallverstärkungselementen, die Instandhaltung und Restaurierung der Marmorelemente sowie die vollständige Dokumentation und Erfassung der traditionellen Kieselböden der Umgebung. Gleichzeitig wurde das Bauwerk mit einer modernen elektrischen Beleuchtung und einem Blitzschutz ausgestattet, um es besser sichtbar zu machen und seine Funktionalität und Ästhetik zu verbessern.
An der Einweihungszeremonie nahmen der Metropolit von Symi, Tilos, Chalkis und Kastellorizo, Herr Chrysostomos II., der stellvertretende Regionalgouverneur der Südlichen Ägäis, Apostolos Asprakis, der Bürgermeister von Symi, Eleftherios Papakalodoukas, die Generaldirektorin für Altertümer und Kulturerbe, Olympia Vikatou, der Leiter der Direktion für die Restaurierung byzantinischer und nachbyzantinischer Denkmäler, Themis Vlachoulis, die Leiterin der Ephorie für Altertümer des Dodekanes, Eleni Farmakidou, die Leiterin des Dienstes für moderne Denkmäler und technische Arbeiten des Dodekanes, Paraskevi Moraitou, Beamte des Ministeriums für Kultur und Sport sowie eine große Menschenmenge teil.
Anschließend traf sich Kulturministerin Lina Mendoni im Rathaus der Insel mit Bürgermeister Eleftherios Papakalodoukas, in Anwesenheit der stellvertretenden Bürgermeister und Vertretern des Kulturministeriums. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die dringenden Fragen zum Schutz und zur Verwaltung der traditionellen Siedlung Symi, die ein einzigartiges, geschütztes Architekturensemble von internationaler Bedeutung darstellt. Lina Mendoni betonte, dass es das Ziel des Kulturministeriums sei, die Authentizität der Siedlung im Einklang mit den modernen Wohn- und Entwicklungsbedürfnissen der lokalen Bevölkerung zu bewahren und so sicherzustellen, dass Symi ein lebendiges Kulturdenkmal bleibt.
Abschließend besuchte die Ministerin das Heilige Kloster Panormitis. Der Metropolit von Symi, Tilos, Chalkis und Kastellorizo, Seine Heiligkeit Chrysostomos II., empfing Lina Mendoni und führte sie durch das historische Katholikon mit seiner kunstvoll geschnitzten Holzikonostase sowie durch die Klostermuseen, in denen seltene kirchliche Reliquien, Ikonen und Zeugnisse der reichen Volkstradition der Insel aufbewahrt werden. Während des Besuchs wurden Fragen des kontinuierlichen Schutzes, der Instandhaltung und der Förderung des historischen Klosterkomplexes erörtert, der ein bedeutendes religiöses und kulturelles Wahrzeichen der gesamten Ägäis darstellt. Lina Mendoni betonte dabei das ständige Engagement des Kulturministeriums für den Erhalt des religiösen Erbes. In den kommenden Tagen wird ein vom Kulturministerium beauftragter Restaurator das Kloster inspizieren, um die Vorbereitungen für die Konservierungsstudien der Hagiographien und tragbaren Ikonen des Katholikons einzuleiten. (opm)





