Im Jahr 417 v. Chr. hallten die Trommeln des Krieges über die Region Argolis. Sparta, von der Niederlage des argivisch-athenischen Bündnisses in Mantineia nicht abgeschreckt, schickte König Agis II. an die Spitze seiner Truppen in argivisches Gebiet.
Von HB-Redakteur Panos Ventouris
Geschichte – Argos selbst widerstand erfolgreich, doch die kleinere Stadt Hysiae fiel dem spartanischen Feldzug zum Opfer. Die Stadt wurde geplündert, niedergebrannt, und die männliche Bevölkerung getötet – ein einschneidendes Ereignis, das in den Chroniken von Thukydides und Diodorus Siculus überdauert hat.
Die Berichte der Historiker lassen die strategische Härte der Spartaner erahnen: Hysiae war kein Hauptziel, sondern ein Symbol der argivischen Unabhängigkeit. Thukydides, der den Krieg selbst miterlebte, beschreibt, dass alle männlichen Bewohner als Geiseln genommen und anschließend hingerichtet wurden. Diodorus Siculus, zwei Jahrhunderte später schreibend, ergänzt die Ereignisse und zeigt, dass die Spartaner in Orneai eine Garnison hinterließen, um ihre Kontrolle zu sichern.
Doch die Auseinandersetzungen waren noch nicht vorbei. Athen reagierte mit einem entschlossenen Gegenangriff: 40 Triremen und 1.200 Hopliten besiegten die spartanische Garnison in Orneai und nahmen die Stadt ein. Die Region erlebte eine dramatische Welle von Machtkämpfen, deren Spuren heute in den Überresten der alten Stadtmauern nachhallen. Wer Hysiae besucht, spürt zwischen den Hügeln noch immer die Spannung antiker Konflikte, eingebettet in die ruhige Schönheit der Landschaft.
Für Reisende, die sich für antike Kriegsführung, griechische Geschichte und archäologische Stätten interessieren, bietet Hysiae faszinierende Einblicke. Die Ruinen erzählen Geschichten von Zerstörung, Macht und Überleben, während Kulturreisen und historische Touren die Vergangenheit lebendig machen. Die Schlacht von Hysiae bleibt ein eindrucksvolles Zeugnis der Rivalität zwischen Sparta und Argos und lädt dazu ein, die Komplexität des Peloponnesischen Krieges zu entdecken. (pv)





