Schutz und Förderung der Pantokrator-Burg in Preveza

Das Kulturministerium setzt sich in Zusammenarbeit mit der Region Epirus und der Gemeinde Preveza für den Schutz und die Förderung der Burg Pantokrator in Preveza ein, nachdem die architektonische und bautechnische Studie zur Restaurierung dieses bedeutenden Festungsdenkmals genehmigt wurde.

Aktuell – Die Burg Pantokrator dominiert den Eingang zum Amvrakikos-Golf und ist eines der wichtigsten Beispiele für Festungsarchitektur in Epirus. Sie wurde nach 1810 unter Ali Pascha erbaut, wobei Studien ihre Fertigstellung um 1818 datieren. Die äußere Befestigungsanlage wurde vor 1830 fertiggestellt. Im 20. Jahrhundert wurde die Burg militärisch genutzt und diente von 1940 bis 1968 als Gefängnis, währenddessen neue Gebäude errichtet wurden. 1939 wurde die Kirche des Heiligen Undankbaren im Inneren der Burg erbaut.

Kulturministerin Lina Mendoni erklärte: „Die Burg Pantokrator ist ein bedeutendes Denkmal der modernen Geschichte von Preveza und Epirus, da sie verschiedene historische Epochen und Nutzungen widerspiegelt. Sie besteht aus der zentralen fünfeckigen Festungsanlage und dem Seebecken, das sich entlang der felsigen Küste erstreckt und Bastionen, Pulvermagazine und das Pulvermagazin umfasst. Sie ist ein charakteristisches Beispiel für einen neuen Typus von Festungsarchitektur, der Verteidigungsanlagen, Kasernen und Munitionslager vereint. Ihre heutige Form spiegelt aufeinanderfolgende Bauphasen wider, mit späteren Eingriffen im Zusammenhang mit ihrer Nutzung als Kaserne und Gefängnis, wobei wichtige ursprüngliche Bau- und morphologische Elemente erhalten blieben. Die Dokumentation ihrer Schäden verdeutlicht die Notwendigkeit sofortiger Maßnahmen zur Stabilisierung, Wiederherstellung und Pflege der Vegetation sowie vor allem zur Eindämmung der Meereserosion, um das Fortschreiten der Schäden zu stoppen und ihre Stabilität zu gewährleisten. Die Restaurierungsstudie schlägt ein umfassendes Arbeitsprogramm vor, das die Authentizität des Denkmals respektiert, seine Bauphasen hervorhebt, seine sichere Nutzung durch die Öffentlichkeit gewährleistet und gleichzeitig die vorhandenen strukturellen Schäden behebt.“

Die systematische Untersuchung des Denkmals begann 1991 mit einem Forschungsprogramm der Aristoteles-Universität Thessaloniki und der Stadt Preveza. 1995 wurde eine Restaurierungsstudie mit dem Ziel seines Schutzes, seiner Förderung und seiner zukünftigen Nutzung genehmigt. In den 1990er Jahren wurden umfangreiche Stabilisierungs- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt, doch einige der geplanten Maßnahmen wurden nicht abgeschlossen oder anders als in den genehmigten Studien vorgesehen umgesetzt. Die darauffolgende Vernachlässigung verschlimmerte seinen Zustand und machte neue, umfassende Maßnahmen notwendig.

Der Zustand des Denkmals weist erhebliche Schäden sowohl am Seebecken als auch an der zentralen Festung auf, bedingt durch langjährige Einwirkung von Umwelteinflüssen, Meeresströmungen, Bewuchs und frühere Eingriffe. Besonders gravierend ist der dichte Bewuchs an Mauern und Terrassen, der zu Beschädigungen des Mauerwerks, Rissen und lokalen Einstürzen geführt hat. Verschärft wird das Bild durch den Einsturz eines großen Teils der Kurtine an der Ostseite, die zahlreichen Graffiti und die späteren Eingriffe, die die Rekonstruktion der Geschichte der Festung erschweren.

Die vom Direktorat für die Restaurierung byzantinischer und nachbyzantinischer Denkmäler des Kulturministeriums erstellte Studie sieht die Wiederherstellung des Küstenbefestigungsrings und die Verstärkung der äußeren und inneren Mauern der zentralen fünfeckigen Festung vor. Parallel dazu wird eine separate küstenbauliche und umwelttechnische Studie zum Schutz der westlichen dreieckigen Bastion vor Meereserosion erstellt.

Hauptziel ist die Behebung der gravierenden, durch Meereserosion und unkontrollierte Vegetation verursachten strukturellen Probleme sowie die Wiederherstellung der architektonischen Form des Denkmals, um dessen historischen Wert hervorzuheben. Die geplanten Maßnahmen umfassen die Entfernung von Dämmen, Vegetation und neueren Bauten, die Restaurierung von Mauern, Kanonenpforten, Gittern und Türen sowie Projekte zur Verbesserung der Besuchersicherheit, wie beispielsweise neue Treppen, die Instandsetzung von Geländern und die Einrichtung sicherer Wege. In der zentralen Festungsanlage sind Arbeiten zur Konsolidierung und Restaurierung der Kuppeln und des Mauerwerks, zur Rekonstruktion beschädigter Bereiche, zur Ausbesserung von Rissen und zur weitestgehenden Erhaltung der originalen Beschichtungen und Fugen geplant. (opm)

Foto: Griechisches Kulturministerium