Der erste große Waldbrand des Jahres in Griechenland hat auf der Insel Euböa einen Großeinsatz von Feuerwehr und Katastrophenschutz ausgelöst. In der Nähe der Ortschaften Mesochoria und Raptei griffen die Flammen nach Angaben aus der Region rasch um sich, angefacht von kräftigem Wind, der die Löscharbeiten zusätzlich erschwert.
Von HB-Redakteurin Maria Vlachou
Aktuell – Dichter Rauch über den Wäldern von Euböa, Evakuierungsaufrufe in mehreren Ortschaften und ein Feuer, das der Wind immer weiter antreibt: Die griechische Insel erlebt die erste große Brandlage des Jahres. Die Behörden reagierten umgehend und riefen die Bewohner mehrerer Orte vorsorglich zur Evakuation auf. Über soziale Medien wurden die Menschen aufgefordert, ihre Dörfer zu verlassen, noch bevor sich die Lage weiter zuspitzen konnte.

Nach Medienberichten sind rund 120 Feuerwehrleute, 35 Löschfahrzeuge, sieben Helikopter und acht Löschflugzeuge im Einsatz. Die Bilder vom Brandherd in der Nähe Küstenstadt Karystos, dort wo das Feuer am Samstagmorgen ausbrach, zeigen dichten Rauch, hitzeschwere Luft und Einsatzkräfte, die mit Schläuchen gegen die Front des Feuers ankämpfen. Jede Windböe kann das Feuer neu anfachen und in bisher verschonte Bereiche tragen.
Auch in den kommenden Tagen bleiben die Bedingungen für die Feuerwehr ungünstig. Der starke Wind soll in der Region anhalten und die Lage weiter angespannt halten. Für Griechenland ist der Brand auf Euböa der erste große Waldbrand des Jahres. Gerade deshalb fällt er in eine Phase, in der die Insel und das Land zwar bislang glimpflicher davongekommen sind als in anderen Jahren, die Warnzeichen aber klar sind. Euböa, die zweitgrößte Insel Griechenlands, ist seit Jahren immer wieder von schweren Bränden betroffen. Besonders verheerend war der Sommer 2021, als auf der dicht bewaldeten Insel zehntausende Hektar Wald den Flammen zum Opfer fielen. (mv)





