Ein Freudentag für Thessaloniki – der Alcázar wurde von seinen Fesseln befreit

Die Restaurierungsarbeiten am historischen Denkmal Hamza Bey (Alcazar) in Thessaloniki, einem untrennbar mit der Geschichte und dem zeitlosen Gedächtnis der Stadt verbundenen Monument, das fast vier Jahrzehnte lang eingerüstet war, sind abgeschlossen.

Thessaloniki – Das Projekt wurde aus dem Wiederaufbau- und Resilienzfonds finanziert, wobei das Kulturministerium die entsprechende Zusage zur Fertigstellung der Restaurierungs- und Instandhaltungsarbeiten bis zum 31. August vollständig eingehalten hat.

Foto: Griechisches Kulturministerium

Bei der Präsentation des restaurierten Denkmals brachte Kulturministerin Lina Mendoni die große Freude aller Ministeriumsmitarbeiter über den Abschluss des Projekts zum Ausdruck und betonte die Bedeutung der Rückkehr des Denkmals in die Stadt: „Heute ist ein Tag besonderer Freude für uns alle, aber auch ein wichtiger Moment für das Kulturministerium, das mit Verantwortungsbewusstsein und Konsequenz gegenüber unserem kulturellen Erbe Thessaloniki ein wertvolles Stück seiner Geschichte zurückgibt – ein restauriertes und strahlendes Denkmal, wie es die Stadt verdient. Mit dem Abschluss der Restaurierungsarbeiten ist Hamza Bey – den meisten Thessalonikern als „Alcazar“ bekannt – endlich wieder frei von dem Gerüst, das über drei Jahrzehnte lang sein Erscheinungsbild prägte und mit der Erinnerung zweier Generationen von Einwohnern und Besuchern der Stadt verbunden war. Dieses Denkmal ist untrennbar mit der zeitlosen Geschichte Thessalonikis verbunden, von seiner Gründung im 15. Jahrhundert bis in die Moderne, als es als Kino diente und unter dem Namen „Alcazar“ bekannt wurde – ein Name, der im kollektiven Gedächtnis der Stadt lebendig bleibt.“ Die Bevölkerung von Thessaloniki. Für dieses spezielle Projekt hatten wir eine wichtige Verpflichtung gegenüber dem Wiederaufbau- und Resilienzfonds und unseren eingegangenen Verpflichtungen: die vollständige, aus dessen Mitteln finanzierte Durchführung aller Arbeiten bis zum 31. August. Das Kulturministerium hat seine Zusage konsequent eingehalten und damit bewiesen, dass sorgfältige Planung, wissenschaftliche Kompetenz und das Engagement seiner Mitarbeiter selbst die anspruchsvollsten Restaurierungsprojekte zum Erfolg führen können. Ein äußerst komplexes und schwieriges Projekt – insbesondere aus statischen Gründen – wurde innerhalb von rund zwei Jahren von der Direktion für die Restaurierung byzantinischer und nachbyzantinischer Denkmäler des Kulturministeriums in Zusammenarbeit mit der Direktion für die Erhaltung antiker und moderner Denkmäler und der Ephorie für Altertümer der Stadt Thessaloniki abgeschlossen.

Neues Leben als Ausstellungsraum

In der kommenden Zeit wird das Denkmal eine neue, aktive Rolle im zeitgenössischen Kulturleben Thessalonikis einnehmen. In den ersten Betriebsjahren werden dort in Zusammenarbeit zwischen der Ephorie für Altertümer der Stadt Thessaloniki und dem MOMus Ausstellungen zur Stadtgeschichte gezeigt.

Dem Plan zufolge soll das Denkmal in den ersten zehn Oktobertagen offiziell an die Bevölkerung von Thessaloniki übergeben werden, zeitgleich mit der ersten Ausstellung vor Ort. Die Restaurierung des Hamza-Bey-Alcazars bedeutet die Rückkehr eines bedeutenden historischen Wahrzeichens in das moderne Stadtbild von Thessaloniki und die Schaffung eines neuen Kulturraums, der der Stadt und ihren Bewohnern offensteht. (opm)

Foto: Griechisches Kulturministerium