Literaturtipp: Wie Neuss zurück an den Rhein findet

Ein neuer Bildband zeigt Neuss aus einer überraschenden Perspektive: „Grünes Neuss. Von der Landschaft zum Bürgerpark“ von Uwe Ebbinghaus und Thomas Mayer ist im Greven Verlag erschienen.

Literatur – Wer an Neuss denkt, denkt an Römer, Schützenfest, Altstadt oder den Rhein. Doch die Geschichte der Stadt lässt sich auch anders erzählen: durch ihre Landschaften, Parks und Gärten. Der Bildband „Grünes Neuss“ lädt dazu ein, eine der ältesten Städte Deutschlands neu zu entdecken.

Der Fotograf Thomas Mayer, der seit mehr als fünf Jahrzehnten in Neuss lebt und arbeitet, hat die grünen Räume seiner Stadt über viele Jahre hinweg mit der Kamera erkundet. Seine Fotografien führen zu bekannten und verborgenen Orten, vom Rhein und seinen Auen über historische Stadtgärten und den Botanischen Garten bis zum Museum Insel Hombroich und zum neuen Bürgerpark auf dem Gelände der ehemaligen Galopprennbahn.

Heute wie vor 2000 Jahren: Grün sollte wieder zum Motor der Stadtentwicklung werden

Die Texte stammen von Uwe Ebbinghaus, Feuilletonredakteur und Autor der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er folgt den grünen Spuren durch mehr als 2000 Jahre Stadtgeschichte und zeigt, wie eng Natur, Stadtentwicklung und gesellschaftlicher Wandel in Neuss seit der Römerzeit miteinander verwoben sind.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Landesgartenschau 2026, die den Anstoß gab, aus einem traditionsreichen Areal einen neuen Bürgerpark zu schaffen und die Stadt wieder stärker mit dem Rhein zu verbinden. Uwe Ebbinghaus beschreibt die Parallele zur Vergangenheit so: „Im Grunde standen die Stadtplaner in den frühen 2020er-Jahren vor einer ähnlichen Situation wie die preußischen Beamten im 19. Jahrhundert: Grün sollte wieder zum Motor der Stadtentwicklung werden.“

Ein Buch für alle, die Städte einmal von ihren Landschaften her betrachten möchten

„Grünes Neuss“ ist ein atmosphärisches Porträt einer Stadt, deren Identität bis heute von ihren grünen Räumen geprägt wird. Mit seinen Fotografien und kenntnisreichen Geschichten über Landschaft, Kultur und Stadtentwicklung macht es sichtbar, wie viel Vergangenheit und Zukunft in diesen Räumen steckt. Der großformatige Leinenband mit Schutzumschlag und zwei verschiedenfarbigen Lesebändchen gibt den Fotografien von Thomas Mayer dabei den Raum, den sie verdienen.

Ein Buch für Neusserinnen und Neusser, für Gäste der Region und für alle, die Städte einmal nicht von ihren Straßen, sondern von ihren Landschaften her betrachten möchten.

Uwe Ebbinghaus, geb. 1971, ist Autor und Feuilletonredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In seinen Büchern und Reportagen beschäftigt er sich mit Kultur, Geschichte und den Geschichten von Orten und Landschaften. Für seine journalistischen Arbeiten erhielt er 2008 den Bayerischen Printmedienpreis, 2011 den Theodor-Wolff-Preis.

Thomas Mayer, geb. 1946, ist Schweizer Fotograf und lebt seit 1969 in Neuss. Nach ersten Arbeiten in der Autowerbung fotografierte er ab 1974 u.a. für das Zeit-Magazin, GEO und Merian und arbeitete eng mit Otl Aicher für ERCO zusammen. Bekannt wurde er durch seine Dokumentation des Neuen Zollhofs (1989–1999). 2013 entstand mit Jens Metzdorf und Thomas Brandt das Projekt „Hafenwelten“.

Grünes Neuss
Von der Landschaft zum Bürgerpark
Uwe Ebbinghaus (Text) | Thomas Mayer (Fotos)

Leinenband mit Schutzumschlag
176 Seiten, 100 Abbildungen, 21 x 28 cm
ISBN 978-3-7743-1001-8
35 Euro, Greven Verlag (opm)

Wir verlosen drei Exemplare!

Sie möchten gewinnen? Dann senden Sie uns bis zum 30. Januar 2027 eine Mail mit dem Stichwort: „Grünes Neuss“ und Ihren Kontaktdaten an gewinnen@hellas-bote.de.

Mit Ihrer Teilnahme akzeptieren Sie unsere Teilnahmebedingungen sowie unsere Datenschutzbestimmungen. Ihre Daten werden nicht zu Werbezwecken genutzt. Sämtliche Daten der Teilnehmer werden nach Ziehung der Gewinner gelöscht.

Cover: Greven Verlag