Griechenland reagiert auf die veränderte Sicherheitslage im weiteren Umfeld Europas und baut seine militärische Präsenz im Norden des Landes aus. Ein zentrales Element ist die Verlegung eines Patriot-Luftabwehrsystems, das nach Angaben aus dem Verteidigungsministerium auch dem Schutz Bulgariens dienen soll.
Von HB-Redakteur Panos Ventouris
Aktuell – Verteidigungsminister Nikos Dendias erklärte, die Maßnahme sei Teil einer Neuordnung der militärischen Kräfte, die durch die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten erforderlich geworden sei. Ziel sei es, die Fähigkeit zur Abwehr möglicher ballistischer Angriffe in der Region zu verbessern.
Nach einem Beschluss des griechischen Sicherheitsrats wird eine Patriot-Artillerieeinheit in Nordgriechenland stationiert. Von dort aus könne ein beträchtlicher Teil des bulgarischen Staatsgebiets durch das System abgedeckt werden. Zugleich entsendet Athen zwei ranghohe Offiziere der Luftwaffe in das operative Hauptquartier der bulgarischen Streitkräfte in Sofia.
Darüber hinaus sollen zwei Kampfjets vom Typ General Dynamics F-16 Fighting Falcon auf einen Flugplatz im Norden Griechenlands verlegt werden, um die militärische Präsenz in der Region zu verstärken. Die Initiative gehe auf eine Anfrage der Regierung in Bulgaria zurück, betonte Dendias. Sowohl Griechenland als auch Bulgarien gehören der NATO und der European Union an. Gleichwohl bleibe die Fähigkeit Griechenlands, das eigene Territorium vor Raketenangriffen zu schützen, vollständig erhalten. (pv)




