Bauern protestieren weiter – landesweite Aktionen bis nach Athen angekündigt

Die griechische Landwirtschaft erhöht den Druck auf die Regierung mit landesweiten Protestaktionen bis in die Hauptstadt.
Von HB-Redakteur Vangelis Makris

Aktuell – Griechenlands Landwirte setzen ihren Widerstand fort und bereiten für die kommenden Tage eine neue Welle öffentlicher Proteste vor. Hintergrund der Mobilisierung ist die wachsende Unzufriedenheit mit dem Umgang der Regierung mit den Problemen des Agrarsektors. Zwar habe Athen Gesprächsbereitschaft signalisiert, konkrete und verbindliche Maßnahmen blieben jedoch aus, erklärten Vertreter der Bauern in dieser Woche. Die angekündigten Dialoge reichten nicht aus, um die existenziellen Sorgen vieler Betriebe zu lindern.

Nach Angaben aus bäuerlichen Verbänden sollen zu Wochenbeginn, am Montag und Dienstag, Demonstrationen in nahezu allen größeren Städten des Landes stattfinden. Der Höhepunkt der Aktionen ist für die darauffolgende Woche geplant: Ab Freitag, dem 13. Februar, wollen die Bauern für zwei Tage im Zentrum Athens auf dem Syntagma-Platz Präsenz zeigen.

Im Kern fordern die Landwirte einen Ausgleich für finanzielle Verluste der vergangenen Monate. Zudem drängen sie auf ein konsequentes staatliches Vorgehen bei der Tiergesundheit, insbesondere auf flächendeckende Impfungen gegen die Schaf- und Ziegenpocken. Ohne schnelle Lösungen, so warnen die Verbände, stehe die wirtschaftliche Zukunft zahlreicher landwirtschaftlicher Betriebe auf dem Spiel. Mit den geplanten Kundgebungen wollen die Bauern ihren Forderungen nun erneut Nachdruck verleihen – und machen deutlich, dass sie nicht bereit sind, ohne greifbare Ergebnisse von der Straße zurückzukehren. (mav)

Foto: Hellas-Bote