Lina Mendoni: „Wir verbinden die Denkmäler Thessalonikis auf organische Weise mit den Bedürfnissen der modernen Stadt.“

Kulturministerin Lina Mendoni besichtigte symbolträchtige Kulturprojekte, die derzeit in der Stadt Thessaloniki realisiert werden.

Aktuell/Thessaloniki – Im Herzen der Stadt, in der Kirche Agios Demetrios, wurde die Kulturministerin über die laufenden Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten der Ephorie für Altertümer der Stadt Thessaloniki informiert. Die Kirche, ein UNESCO-Weltkulturerbe, zählt zu den bedeutendsten Beispielen byzantinischer Kirchenarchitektur weltweit. Das Projekt wird mit 500.000 Euro aus dem öffentlichen Investitionsprogramm des Kulturministeriums finanziert. Diese Maßnahme ist das erste praktische Ergebnis des Forschungsprogramms „Denkmäler und modernes Stadtbild“, das die Möglichkeiten zur Vermarktung der Kirche und ihrer archäologischen Stätte untersuchte.

Foto: Griechisches Kulturministerium

Nach der Besichtigung erklärte Lina Mendoni: „Die Kirche Agios Demetrios bildet das spirituelle und historische Zentrum Thessalonikis. Mit diesem Projekt restaurieren wir nicht einfach nur die funktionale Infrastruktur, sondern erweisen dem Denkmal den gebührenden Respekt. Die Verbesserung der Zugänglichkeit und die Schaffung moderner Empfangsbereiche sind unsere Verpflichtung gegenüber den Besuchern aus aller Welt. Das Kulturministerium hält an seinen Verpflichtungen fest und setzt Projekte um, die unsere Denkmäler auf natürliche Weise mit den Bedürfnissen der modernen Stadt verbinden.“

Das Projekt umfasst den Bau zweier neuer Gebäude mit modernen Sanitäranlagen und notwendigen Lagerräumen. Besonderes Augenmerk liegt auf der barrierefreien Zugänglichkeit des Denkmals. Zu diesem Zweck werden eine neue Treppe und eine spezielle Zugangsrampe (Laufsteg) errichtet, die Menschen mit Behinderungen eine komfortable und sichere Fortbewegung auf dem archäologischen Gelände ermöglichen. Gleichzeitig wird darauf geachtet, dass sich die Neubauten harmonisch in das historische Umfeld einfügen und den Charakter des byzantinischen Denkmals nicht verändern.

Anschließend besichtigte der Kulturminister die Hamza-Bey-Moschee, bekannt als „Alcazar“. Das Projekt mit einem Gesamtbudget von 9.908.239,29 €, finanziert aus dem Wiederaufbau- und Resilienzfonds, ist eines der komplexesten und wichtigsten Bauvorhaben im historischen Zentrum von Thessaloniki.

Der Minister wurde über den erfolgreichen Abschluss umfangreicher Arbeiten informiert. Bisher wurden präventive Befestigungen der Innenausstattung, die Entfernung von losem Mörtel, das Verfugen und Ausbessern von Rissen sowie die fachgerechte Instandhaltung der Holzverbindungen und Metallfachwerke durchgeführt. Besonders hervorzuheben ist die Fertigstellung der Dacheindeckung der Kuppeln des Peristylhofs und der Nordhalle mit Bleiplatten, während die inneren und äußeren Gerüste bereits an einem Großteil des Denkmals abgebaut wurden.

Kulturministerin Lina Mendoni erklärte: „Die Hamza-Bey-Moschee, ein Wahrzeichen, das untrennbar mit der multikulturellen Geschichte Thessalonikis verbunden ist, erlangt ihren baulichen Zustand und ihre architektonische Pracht zurück. Trotz der großen technischen Herausforderungen und der neu gewonnenen archäologischen Erkenntnisse haben unsere Behörden schnell und wissenschaftlich kompetent reagiert. Dank der jüngsten Anpassungen der Untersuchungen können wir das authentische Material des Denkmals nun noch besser schützen und es den Einwohnern und Besuchern der Stadt nicht als geschlossenes Monument, sondern als lebendigen kulturellen Mittelpunkt zurückgeben, der das gesamte historische Zentrum aufwertet.“

Bei der Besichtigung wurde die Flexibilität der Ministeriumsmitarbeiter angesichts unvorhergesehener technischer Probleme hervorgehoben. Die Entdeckung von Spuren des ehemaligen Minaretts an der Südseite der Egnatia-Straße sowie die dort ansässigen gemeinnützigen Organisationen machten eine Aktualisierung der Fundamentstudie erforderlich. Darüber hinaus führte die Identifizierung neuer archäologischer Funde vor dem Prostoos im Zeitraum Januar/Februar 2026 zu einer innovativen Anpassung der statischen Verstärkungsstudie. (opm)

Foto: Griechisches Kulturministerium