Von kargen Gebirgszügen und fruchtbaren Tälern – eine Reise durch das stolze Land der Lakedaimonier.
Von HB-Redakteurin Sabrina Köhler
Reisen – Lakonien – ein Name, der das Erbe einer der berühmtesten Kulturen der Antike in sich trägt. Diese Region im Süden der Peloponnes, einst das Herz des spartanischen Staates, führt heute Besucher auf eine Reise durch eine uralte Landschaft, die Geschichten von Krieg und ebenso Disziplin erzählt wie von malerischen Dörfern und natürlichen Wundern. Der Ursprung des Begriffes „lakonische Rede“ erinnert bis heute an die Sparsamkeit und die Prägnanz der spartanischen Krieger, deren karge und disziplinierte Lebensweise sprichwörtlich wurde.

Zwischen den imposanten Höhenzügen des Parnon- und Taygetos-Gebirges erstreckt sich eine Landschaft, die bereits in der Antike den Charakter einer natürlichen Festung besaß. Der Evrotas-Fluss fließt hier durch ein fruchtbares Tal, das für die Region lebenswichtige Ressourcen bietet und das in den Lakonischen Golf mündet. Umrahmt von rauer Gebirgskulisse wird das Tal bis heute von traditioneller Landwirtschaft geprägt – Olivenhaine und Obstplantagen säumen die Wege, während Bergdörfer mit ihren steinernen Häusern von vergangenen Zeiten zeugen.
Seit der Gründung des modernen Griechenland im Jahr 1833 ist Lakonien als Verwaltungseinheit erhalten geblieben, als auch im Zuge der Verwaltungsreform von 2010 die politischen Kompetenzen der Präfektur neu geordnet wurden. Heute ist Lakonien in den Regionalbezirk der Region Peloponnes integriert und umfasst die Gemeinden Anatoliki Mani, Elafonisos, Evrotas, Monemvasia und Sparta. Diese Gemeinden spiegeln das kulturelle und geografische Erbe der Region breiter: von den felsigen Küsten und Buchten der Halbinsel Mani bis zur antiken Stadt Sparta, deren Ruinen die Spuren eines mächtigen Stadtstaates bewahren.
Doch Lakonien ist weit mehr als nur ein Ort vergangener Größe. Die byzantinische Ruinenstadt Mystras, heute UNESCO-Weltkulturerbe, zieht Jahr für Jahr Geschichtsinteressierte aus aller Welt an. Ebenso beeindruckend ist die Tropfsteinhöhle von Diros in West-Mani, ein Wunder der Natur, das Besucher tief unter der Erde und in eine Welt aus Stalagmiten und Stalaktiten entführt. (sk)





