Konservierung der einzigartigen, aus Holz geschnitzten Ikone des Heiligen Georg in der Schönen Kirche von Kastoria

Für die Konservierung der hölzernen Ikone des Heiligen Georg von Omorfokklisia in Kastoria gab der Zentrale Archäologische Rat eine positive Stellungnahme zu der entsprechenden Studie ab. Das Kulturministerium – vertreten durch die Ephorie für Altertümer von Kastoria – führt die Restaurierung des hölzernen Reliefs des Heiligen Georg durch.

Aktuell – Es handelt sich um ein einzigartiges Beispiel monumentaler byzantinischer Holzschnitzkunst, etwa drei Meter hoch und vermutlich aus dem 13. Jahrhundert stammend. Die Ikone befindet sich an der Südwand der Kirche in einer rechteckigen Nische. Sie ist aus einem Stück Nussbaumholz gefertigt, wobei der Unterarm der rechten Hand durch Metallnägel ergänzt wurde. Die Ikone ist in Eitempera-Technik mit sorgfältiger Grundierung und schützendem Firnis bemalt. Der Heiligenschein ist vergoldet.

Foto: Griechisches Kulturministerium

Kulturministerin Lina Mendoni erklärte: „Die byzantinische Klosterkirche Agios Georgios Omorfokklisias wurde während der osmanischen Zeit, aber auch in späteren Epochen, mehrfach durch Brände beschädigt. Die überdimensionale Holzschnitzerei des Heiligen Georg, die sich an der Südwand der Kirche in einer rechteckigen Nische befindet, welche nach der Zumauerung des südlichen Eingangs entstand, besitzt einen besonderen künstlerischen und historischen Wert. Diese Darstellung des Heiligen Georg ist ein einzigartiges Beispiel byzantinischer Holzschnitzkunst und eng mit der historischen, künstlerischen und religiösen Identität der Region verbunden. Die durchgeführten Restaurierungsarbeiten tragen wesentlich zum Schutz des Kunstwerks, zur Erweiterung des wissenschaftlichen Wissens über byzantinische Holzschnitzkunst, zur weiteren Förderung des kulturellen Reichtums von Kastoria in byzantinischer und nachbyzantinischer Zeit sowie zur Stärkung des Kultur- und Pilgertourismus der Stadt bei.“

Die Kirche des Heiligen Georg der Schönen in Kastoria, eines der bedeutendsten byzantinischen Bauwerke der Region, gehört zum architektonischen Typus einer zweisäuligen, kreuzförmigen Kirche mit Kuppel. Ihr heutiger, komplexer Grundriss entstand durch spätere Umbauten und Erweiterungen im Laufe der Jahrhunderte. Das Bauwerk war die Hauptkirche eines Klosterkomplexes, um den sich die Siedlung allmählich entwickelte und der bereits im 17. Jahrhundert in historischen Quellen erwähnt wird. Der ursprüngliche Kern der Hauptkirche des Klosters ist eine viersäulige, kreuzförmige Kirche mit Narthex. Den erhaltenen Fresken zufolge muss dieser Kern Mitte des 12. Jahrhunderts errichtet worden sein. Im Inneren des Bauwerks befinden sich Fresken in zwei Schichten aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Kürzlich wurde die ältere Schicht in mehreren Teilen des Gotteshauses freigelegt, was eine genauere Datierung des Baus auf etwa die Mitte des 12. Jahrhunderts ermöglicht. Die Fresken stehen in Verbindung mit der Dynastie der Palaiologen, und die Reliefikone des Heiligen Georg nimmt eine besondere Stellung ein. (opm)

Foto: Griechisches Kulturministerium