Internationale Impulse und neue Designtrends: Athener Schmuckmesse mit positiver Bilanz

Mit spürbarem internationalen Zuspruch ist gestern die Athener Internationale Schmuckmesse zu Ende gegangen. Die 38. Auflage der Branchenschau verzeichnete nach Angaben der Veranstalter ein großes Interesse von Fachleuten aus ganz Griechenland – von Thrakien bis Kreta – sowie von ausländischen Einkäufern aus Europa und dem Kaukasus.
Von HB-Redakteurin Nadja Becker

Aktuell/Athen – Eine zentrale Rolle spielte erneut das gezielte Hosted-Buyers-Programm der Messe. Handelsbesucher aus Estland, Serbien, Armenien, Aserbaidschan, Moldawien und Litauen nahmen an organisierten Geschäftstreffen teil. Diese vorab terminierten Gespräche hätten nicht nur die Internationalität der Veranstaltung gestärkt, sondern auch konkrete Perspektiven für Exportkooperationen eröffnet, hieß es aus Ausstellerkreisen.

Besondere Aufmerksamkeit zog der Designbereich auf sich. Dort wurden neue Trends und zeitgenössische Kreationen präsentiert, die klassische Goldschmiedekunst mit moderner Formensprache verbinden. Griechische Designer setzten auf klare Linien, nachhaltige Materialien und die Neuinterpretation traditioneller Motive – ein Ansatz, der bei internationalen Einkäufern auf reges Interesse stieß.

Im Rahmen begleitender Fachveranstaltungen standen zudem die globalen Entwicklungen auf den Edelsteinmärkten im Mittelpunkt. Experten diskutierten Struktur, Trends, Nachfrage und Wachstumsraten von Diamanten, Rubinen, Saphiren und Smaragden. Dabei wurde deutlich, dass geopolitische Verschiebungen, veränderte Konsumgewohnheiten und neue Transparenzanforderungen die Märkte zunehmend prägen.

Auch die Edel- und Halbedelsteine Griechenlands rückten in den Fokus. Branchenvertreter verwiesen auf das Potenzial heimischer Vorkommen und die wachsende Nachfrage nach regionaler Herkunft und nachvollziehbaren Lieferketten.

Mit ihrem Mix aus Fachausstellung, Designforum und Marktdialog habe die Messe ihre Rolle als bedeutender Treffpunkt der südosteuropäischen Schmuckbranche gefestigt, resümieren die Veranstalter. Der gestiegene internationale Zuspruch wird dabei als Zeichen gewertet, dass sich der Sektor in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld behaupten kann – und neue Wachstumsfelder erschließt. (nb)

Foto: Helexpo