Heftige Regenfälle und schwere Unwetter haben am Sonntag, dem 1. November 2026, in der griechischen Region Thessalien und insbesondere im Großraum Volos erhebliche Schäden und Überschwemmungen verursacht.
Von HB-Redakteur Panos Ventouris
Volos – Innerhalb kürzester Zeit gingen am ersten Novembertag große Regenmengen nieder. Straßen verwandelten sich in reißende Wasserläufe, Schlamm und Geröll wurden mitgerissen und zahlreiche Grundstücke sowie Gebäude waren von eindringendem Wasser betroffen.
Zu den betroffenen Bereichen gehörten insbesondere das Viertel Palaiá, die Larisis-Straße, Teile von Nea Ionia sowie Nea Anchialos. Dort sammelten sich große Wassermengen auf den Straßen, wodurch der Verkehr erheblich beeinträchtigt wurde. Anwohner dokumentierten die Situation mit Fotos und Videos und berichteten von Wassermassen, die sich unmittelbar vor ihren Häusern und Grundstücken ausbreiteten.
Eine besonders kritische Situation entwickelte sich in Nea Anchialos, insbesondere im Bereich Alonaki. Dort traten Wassermassen über die Ufer eines Flussbettes beziehungsweise Entwässerungslaufs und ergossen sich in Richtung der angrenzenden Wohngebiete. Schlamm, Steine und Geröll wurden mitgerissen und bedeckten Straßen, Höfe und Zufahrten. Mehrere Keller und tiefer gelegene Gebäudebereiche liefen voll. Die Feuerwehr musste zu mehreren Einsätzen ausrücken.
Auch in der Gegend von Chrysi Akti Panagias kam es zu erheblichen Problemen. Dort führten die Wassermassen eines Gebirgsbaches zu Überschwemmungen entlang der Straße und zu Schäden an angrenzenden Grundstücken und Infrastruktureinrichtungen. Besonders betroffen waren eine nahegelegene Tankstelle sowie tiefer gelegene Kellerräume. Der Bach führte große Mengen Wasser, Schlamm und Geröll mit sich. Teile des natürlichen Wasserlaufs traten über die Ufer, wodurch sich die Wassermassen auf das Straßennetz ausbreiteten. Baufahrzeuge und Einsatzkräfte arbeiteten daran, Geröll und angeschwemmtes Material aus den Entwässerungsanlagen zu entfernen und die betroffenen Bereiche wieder zugänglich zu machen.
Nach dem Abklingen der stärksten Niederschläge konzentrierten sich die Maßnahmen auf das Abpumpen von Wasser, die Beseitigung von Schlamm und Geröll sowie die Sicherung der betroffenen Straßen und Grundstücke. Die Ereignisse haben erneut die Frage nach der Leistungsfähigkeit der bestehenden Entwässerungssysteme und dem Zustand der Bachläufe im Großraum Volos aufgeworfen. Insbesondere in den Gebieten, in denen Wasserläufe aus den höher gelegenen Bergregionen in Richtung Küste führen, wurde deutlich, welche Folgen intensive Niederschläge innerhalb kurzer Zeit haben können.
Der heutige Montag begann für die betroffenen Gemeinden mit Aufräumarbeiten und einer ersten Bestandsaufnahme. Während das Stadtgebiet von Volos und Nea Ionia insgesamt weniger schwer betroffen war als zunächst befürchtet, waren die Auswirkungen in Nea Anchialos und Chrysi Akti Panagias deutlich gravierender. Die Unwetter vom 1. November zeigen einmal mehr, wie schnell extreme Regenfälle in der Region Thessalien zu gefährlichen Überschwemmungen führen können. Für die betroffenen Einwohner geht es nun darum, Schäden zu beseitigen und die betroffenen Häuser, Grundstücke und Verkehrswege wieder nutzbar zu machen. Gleichzeitig dürfte die Diskussion über notwendige Hochwasser- und Entwässerungsschutzmaßnahmen in und um Volos durch die jüngsten Ereignisse neuen Auftrieb erhalten. (pv)





