In Anwesenheit von Kulturministerin Lina Mendoni, Kulturgeneralsekretärin Olympia Vikatou und Vertretern des Kulturministeriums präsentierte der Nationale Verband der Menschen mit Behinderungen (ESAmeA) die digitale Plattform „Eumaios“. Diese wurde im Rahmen des Projekts „Erfassung der Zugänglichkeit von Kulturstätten und Entwicklung eines digitalen Informationsportals für Besucher mit eingeschränkter Mobilität (EVMAIOS)“ entwickelt.
Kunst & Kultur – Die Zusammenarbeit ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Beseitigung von Barrieren im Kulturbereich mit dem gemeinsamen Ziel, allen Bürgerinnen und Bürgern – unabhängig von Behinderung oder Mobilitätseinschränkungen – gleichermaßen Zugang zum kulturellen Erbe und den kulturellen Angeboten des Landes zu ermöglichen.
Das Projekt wurde im Rahmen einer Programmvereinbarung zwischen dem Kulturministerium und dem Griechischen Verband der Menschen mit Behinderungen mit Mitteln des Wiederaufbau- und Resilienzfonds durchgeführt und ist Teil der Maßnahmen des Kulturministeriums zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Ziel des Projekts ist es, landesweit die Zugänglichkeit von Kulturräumen zu erfassen und ein modernes digitales Informationsportal für Menschen mit Behinderungen, Menschen mit chronischen oder seltenen Erkrankungen, ältere Menschen und generell für alle Menschen mit Behinderungen zu schaffen.
Die Präsentation hob die Ergebnisse des Projekts und die Leistungsfähigkeit der Plattform hervor. Diese umfasst detaillierte Zugänglichkeitsdaten für über 120 archäologische Stätten, Museen und kulturelle Sehenswürdigkeiten im ganzen Land. Die Plattform bietet zuverlässige und detaillierte Informationen zu Zugangsbedingungen und vorhandener Infrastruktur und erleichtert so die Besuchsplanung der Bürger.
Die Umsetzung des Projekts beschränkte sich nicht auf die Erstellung des digitalen Portals, sondern umfasste auch die Entwicklung einer integrierten Methodik zur Erfassung und Bewertung der Zugänglichkeit von Kulturstätten. Mithilfe einheitlicher Kriterien und Verfahren wird sichergestellt, dass die den Besuchern bereitgestellten Daten zuverlässig, vergleichbar und aktuell sind. Parallel dazu wurde ein spezielles Informationssystem entwickelt, das die Durchführung von Feldinspektionen, die Datenerfassung und -verwaltung im zentralen nationalen Repository „Eumaeus“ sowie die Bereitstellung aktueller Informationen in Echtzeit unterstützt. Im Rahmen des Projekts wurden Fachkräfte für physische Zugänglichkeit geschult, die Inspektionen an über 120 begehbaren archäologischen Stätten, Museen und kulturellen Sehenswürdigkeiten im ganzen Land durchführten und die Zugangsbedingungen sowie die vorhandene Infrastruktur detailliert dokumentierten. Darüber hinaus wurde die Plattform zweisprachig (Griechisch und Englisch) mit universellen Spezifikationen für digitale Zugänglichkeit gestaltet, um sowohl dem griechischen als auch dem internationalen Publikum gerecht zu werden.
Besonderes Augenmerk lag auf der Interoperabilität der Plattform mit anderen Informationssystemen des Kulturministeriums, wie dem Archäologischen Kataster (www.arxaiologikoktimatologio.gov.gr) und dem Griechischen Kulturerbe (www.hh.gr). In diesem Zusammenhang wurde vereinbart, ein Treffen der zuständigen Abteilungen des Kulturministeriums mit der ESAmeA durchzuführen, um die notwendigen technischen Maßnahmen zur Vernetzung der Plattform mit den beiden Systemen einzuleiten. Ziel ist die Schaffung eines integrierten Informationsökosystems für den Zugang zu Kulturstätten.
Beide Seiten vereinbarten die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Kulturministerium und der ESAmeA. Ziel ist die kontinuierliche Aktualisierung der Daten sowie die Pflege und Weiterentwicklung der Plattform „Eumaios“. Die Zugänglichkeitsdaten sollen systematisch aktualisiert werden, um die Zuverlässigkeit und Aktualität der Informationen zu gewährleisten und auf Veränderungen und Eingriffe in Kulturräumen zu reagieren.
Der Abschluss des Projekts und die Präsentation der Plattform „Eumaios“ stellen einen wichtigen Schritt zur Stärkung des universellen Zugangs zu Kultur dar und bestätigen die fruchtbare Zusammenarbeit des Kulturministeriums mit der ESAmeA. (opm)





