Integrierter Rahmen für den Schutz des griechischen kulturellen Erbes vor Brandgefahren

Der gemeinsame Ministerbeschluss der Minister für Kultur und Klimakrise sowie für Katastrophenschutz zur Verabschiedung der „Verordnung zum Brandschutz archäologischer Stätten“ wurde veröffentlicht. Die Brandschutzverordnung schafft einen modernen und spezialisierten institutionellen Rahmen zum Schutz griechischen kulturellen Erbes vor Brandgefahren, einer der wichtigsten und sich zunehmend verschärfenden Bedrohungen, insbesondere angesichts der Auswirkungen des Klimawandels.

Aktuell – Die Verordnung führt standardisierte Risikobewertungsverfahren und Planungsmaßnahmen zur Brandverhütung und -bekämpfung ein und bietet damit ein umfassendes Risikomanagementinstrument zum Schutz von Denkmälern und deren Besuchern.

Foto: Griechisches Kulturministerium

Nach Veröffentlichung der Verordnung erklärte Kulturministerin Lina Mendoni: „Griechenland ist eines der wenigen Länder mit einer nationalen Strategie zu den Auswirkungen des Klimawandels auf das kulturelle Erbe. Ein zentraler Bestandteil unserer Strategie ist die Standardisierung von Verfahren und Maßnahmen zur Brandverhütung und -bekämpfung. Archäologische Stätten stellen besondere Herausforderungen dar, da sie sich über große Freiflächen erstrecken. Sie sind eng mit der Naturlandschaft verbunden, in der sie entstanden und erhalten wurden. Täglich besuchen sie zahlreiche Gäste und sind oft von natürlicher Vegetation umgeben. Daher ist ein anderes Schutzmodell erforderlich, das ihren Besonderheiten und den neuen Bedingungen der Klimakrise gerecht wird. Dies ist der Höhepunkt einer mehrjährigen und besonders konstruktiven Zusammenarbeit im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zwischen den Ministerien für Kultur und Klimakrise sowie Katastrophenschutz. Diese Zusammenarbeit umfasste gemeinsame Aktionen, den systematischen Austausch von Fachwissen und die kontinuierliche operative Kooperation. Die Erfahrungen aus der Umsetzung dieser Maßnahmen an über vierzig archäologischen Stätten haben gezeigt, dass ein Übergang von fragmentierten Interventionen zu einem einheitlichen, integrierten Ansatz notwendig ist.“ und institutionell verankerter Plan. Er stellt einen großen Schritt zum Schutz unseres kulturellen Erbes vor der durch die Klimakrise stetig zunehmenden Brandgefahr dar. Die erstmals institutionalisierte Verordnung schließt eine institutionelle Lücke und bildet ein umfassendes System zur Prävention, Vorbereitung und Reaktion auf Brandgefahren. Griechenland erhält ein speziell entwickeltes Instrument, das auf die besonderen Anforderungen archäologischer Stätten zugeschnitten ist und klare Spezifikationen, einheitliche Bewertungsverfahren sowie einen modernen Rahmen für Brandverhütung und -management festlegt. Erstmals wird der Schutz archäologischer Stätten unter systematischer Berücksichtigung des Klimawandels geplant. Die Risikobewertung basiert auf wissenschaftlichen Daten und nutzt die Ergebnisse der Arbeit des Kulturministeriums in Zusammenarbeit mit der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen zur Erstellung der Nationalen Strategie zur Anpassung von Denkmälern an die Auswirkungen des Klimawandels. So trägt unsere Planung nicht nur den aktuellen, sondern auch den zukünftigen Risiken Rechnung. Unser Ziel ist klar: der Schutz von Menschenleben, die Erhaltung unseres kulturellen Erbes und die Stärkung der Widerstandsfähigkeit unserer Kultur. Archäologische Stätten. Unser kulturelles Erbe ist nicht nur die Erinnerung an die Vergangenheit; es ist ein kostbares Gut, das wir unversehrt und sicher an künftige Generationen weitergeben müssen.“

Der Minister für Klimakrise und Katastrophenschutz, Evangelos Tournas, erklärte: „Die Verordnung zum Brandschutz archäologischer Stätten stellt einen wichtigen institutionellen Schritt zum Schutz unseres kulturellen Erbes angesichts der stetig wachsenden Risiken der Klimakrise dar. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass der Schutz archäologischer Stätten und Denkmäler nicht allein auf der Bewältigung von Vorfällen beruhen kann, sondern systematische Prävention, Planung und ständige Einsatzbereitschaft erfordert. Die Verordnung führt erstmals einen einheitlichen und integrierten Brandschutzrahmen ein, der Prävention, Risikobewertung, Mitarbeiterschulung und die geordnete Evakuierung von Besuchern im Bedarfsfall in den Vordergrund stellt. Ihre Umsetzung bestätigt in der Praxis die Bedeutung von Prävention und Einsatzbereitschaft angesichts der Risiken der Klimakrise. Die geordnete Evakuierung von Besuchern aus Kulturstätten erfordert klare Pläne, ein gemeinsames Einsatzkonzept und die sofortige Zusammenarbeit aller zuständigen Stellen. Wir investieren weiterhin in Prävention, Schulung und Übungen, damit der Katastrophenschutz auf jeden Notfall effektiv reagieren kann. Der Schutz von Menschenleben hat absolute Priorität und erfordert ständige Vorbereitung, Koordination und Zusammenarbeit aller Beteiligten. Mit der Verabschiedung dieser Verordnung leistet Griechenland international Pionierarbeit bei der Schaffung eines umfassenden Brandschutzkonzepts.“ eines spezialisierten Rahmens zum Schutz archäologischer Stätten vor Brandgefahren, der den Katastrophenschutz, den Schutz des kulturellen Erbes und die Anpassung an die Klimakrise miteinander verbindet.

Die Verordnung basiert auf einem klaren strategischen Plan, der dem Schutz von Menschenleben, dem Schutz archäologischer Stätten und dem Erhalt der sie umgebenden Natur absolute Priorität einräumt. Erstmals wird für jede archäologische Stätte ein innovativer und systematischer Ansatz zur Gesamtrisikobewertung eingeführt. Die Bewertung berücksichtigt neben den spezifischen Merkmalen, der Infrastruktur und den Besucherzahlen jeder Stätte auch das Klimarisiko in Bezug auf Brandgefahr. So wird sichergestellt, dass die Brandschutzplanung sowohl die aktuellen als auch die prognostizierten zukünftigen Bedingungen einbezieht. Dieser Ansatz nutzt die Ergebnisse des Projekts „Entwicklung einer nationalen Strategie zur Anpassung von Kulturdenkmälern an die Auswirkungen des Klimawandels“, das vom Kulturministerium in Zusammenarbeit mit der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen erarbeitet wurde.

Gleichzeitig werden an jeder archäologischen Stätte die bestehenden Brandschutzmaßnahmen überprüft und etwaige Mängel ermittelt. Die kombinierte Bewertung des Gesamtrisikos und der Wirksamkeit der bestehenden Maßnahmen bestimmt den Bedarf an zusätzlichen Interventionen zur Verbesserung des Brandschutzes. So entsteht für jede archäologische Stätte ein zielgerichtetes Maßnahmenpaket, das auf ihre spezifischen Merkmale und die Herausforderungen zukünftiger Klimabedingungen abgestimmt ist. Die Maßnahmen umfassen unter anderem die systematische Pflege der Vegetation, die Stärkung der aktiven Brandschutzeinrichtungen, die Einsatzbereitschaft des Personals sowie die Erstellung und Durchführung organisierter Evakuierungspläne.

Darüber hinaus wird ein gemeinsamer Rahmen für die Überwachung und Bewertung der Wirksamkeit der Maßnahmen zwischen den Dienststellen der beiden Ministerien geschaffen. Dieser Rahmen umfasst Inspektionen, Kontrollen und Feedbackverfahren und zielt darauf ab, den Brandschutz kontinuierlich zu verbessern und die Koordination der beteiligten Stellen zu stärken. Die Verordnung schließt nicht nur eine bedeutende institutionelle Lücke, sondern bildet ein integriertes System der Prävention, Vorsorge und kontinuierlichen Verbesserung. Dadurch wird die Widerstandsfähigkeit archäologischer Stätten gegenüber den Auswirkungen der Klimakrise gestärkt und ein effektiverer Schutz des kulturellen Erbes des Landes gewährleistet. (opm)

Foto: Griechisches Kulturministerium