Wenn die Straßen Thessalonikis an einem Wochenende im November zur Bühne für Architektur werden, ist Open House wieder da.
Von HB-Redakteurin Nadja Becker
Kunst & Kultur – Seit 2012 verwandelt das Projekt die griechische Hafenstadt alljährlich in ein begehbares Museum, das seine Besucher zwischen historischen Fassaden, zeitgenössischen Bauten und versteckten Innenhöfen wandern lässt.
Ursprünglich 1992 in London ins Leben gerufen, hat sich Open House als internationales Format etabliert, das Architektur nicht nur präsentiert, sondern erfahrbar macht. Die Grundidee ist so einfach wie überzeugend: An einem Wochenende öffnen private und öffentliche Gebäude ihre Türen, und jeder kann eintreten – ohne Eintrittspreis. Dabei offenbaren selbst vertraute Straßenzüge verborgene architektonische Qualitäten und überraschende Perspektiven.
Thessaloniki zählt seit Jahren zu den Städten, die dieses Konzept besonders lebendig umsetzen. Zehntausende Besucher strömen zu den geöffneten Häusern, von der renovierten Markthalle bis zum modernen Wohnkomplex, und erleben die Stadt aus einem neuen Blickwinkel. Für Einheimische wie für Reisende bietet sich so eine seltene Gelegenheit, die architektonische Vielfalt Thessalonikis zu entdecken und zu verstehen.
Im November 2026 findet der 15. Open House Thessaloniki statt – ein Jubiläum, das erneut die Türen öffnet, die Stadt belebt und Architektur als Teil des öffentlichen Raums erlebbar macht. Wer Interesse an Gestaltung, Geschichte und urbaner Kultur hat, sollte sich dieses Wochenende vormerken. (nb)





