Mit dicht gefüllten Hallen, einem eng getakteten Fachprogramm und intensiven Geschäftsgesprächen ist die HORECA 2026 am dritten Veranstaltungstag in ihre entscheidende Phase eingetreten.
Von HB-Redakteurin Maria Vlachou
Aktuell – Auf dem Gelände der Metropolitan Expo versammelten sich erneut zahlreiche Fachleute aus Gastronomie, Hotellerie und Lebensmittelwirtschaft, um die Angebote der Messe gezielt für ihre unternehmerischen Vorhaben zu nutzen. Bereits kurz nach Öffnung der Tore waren die Zugänge stark frequentiert, viele Besucher hatten ihre Termine im Vorfeld fest vereinbart.

Die Messehallen entwickelten sich im Laufe des Tages zu einem dicht vernetzten Arbeitsraum. An den Ständen der Aussteller folgte ein Meeting auf das nächste. Präsentationen neuer Produkte wechselten sich mit Fachgesprächen über Investitionspläne, Lieferketten und digitale Lösungen ab. Unternehmen stellten Technologien vor, die Betriebsabläufe beschleunigen, Ressourcen effizienter einsetzen und gleichzeitig das Erlebnis der Gäste verbessern sollen. Besonderes Interesse galt Systemen zur Prozessautomatisierung, digitalen Bestell- und Abrechnungslösungen sowie Anwendungen, die Datenanalysen in Echtzeit ermöglichen. Viele Besucher informierten sich detailliert über konkrete Einsatzmöglichkeiten im eigenen Betrieb.
Der dritte Messetag galt als Bestätigung dafür, dass die diesjährige Ausgabe der HORECA ihren Höhepunkt erreicht hatte. Die Qualität der Gespräche wurde von Teilnehmern als hochkonzentriert beschrieben: Statt allgemeiner Sondierungen dominierten konkrete Projektplanungen. Hoteldirektoren führten Gespräche über Modernisierungsmaßnahmen, Restaurantbetreiber prüften neue Küchentechnik, während Lieferanten ihre Produktportfolios mit Blick auf aktuelle Marktanforderungen erläuterten. Die Atmosphäre war geschäftsmäßig, zielgerichtet und von klaren wirtschaftlichen Interessen geprägt.
Ein zentraler Anlaufpunkt blieb das Business Lab, das sich am dritten Tag auf die unmittelbare Umsetzbarkeit von Innovationen konzentrierte. Marktexperten präsentierten praxisnahe Werkzeuge, mit denen Unternehmen strategisches Wachstum planen und operative Prozesse optimieren können. Thematisiert wurden unter anderem datenbasierte Entscheidungsmodelle, Instrumente zur Umsatzprognose sowie Methoden zur Anpassung an sich wandelnde Marktbedingungen in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld. Anhand von Fallstudien erhielten die Teilnehmer Einblick in reale Unternehmensentwicklungen und konkrete Transformationsprozesse. Diskussionsrunden boten Raum für Rückfragen und vertiefende Analysen, wobei der Austausch zwischen Referenten und Publikum besonders intensiv ausfiel.

Parallel dazu zog das Gastronomielabor erneut zahlreiche Fachbesucher an. Die dort präsentierten Kochdemonstrationen gingen weit über reine Rezeptvorführungen hinaus. Gezeigt wurden anspruchsvolle Techniken, moderne Garmethoden und kreative Kombinationen traditioneller Zutaten mit zeitgenössischen Elementen. Die beteiligten Köche setzten bewusst auf originelle Präsentationsformen und experimentelle Ansätze, die auf aktuelle internationale Trends reagieren. Viele Profis aus Küchenbetrieben nutzten die Gelegenheit, Details zu Zubereitung, Kalkulation und Warenwirtschaft zu erfragen. Die Vorführungen dienten nicht nur der Inspiration, sondern auch der konkreten Anregung für die Weiterentwicklung bestehender Speisekonzepte.
Für besondere Aufmerksamkeit sorgten erneut die Wettbewerbe der SCA Greece im Rahmen der Coffee Championships 2026. Die Meisterschaften boten einen weiteren Tag hochkarätiger Darbietungen, bei denen Baristi ihr handwerkliches Können und ihre sensorische Präzision unter Beweis stellten. Bewertet wurden unter anderem Technik, Kreativität, Geschmacksprofil und Präsentation. Die Wettbewerbsfläche war durchgehend von Zuschauern umringt, die jede Bewegung aufmerksam verfolgten. Mit ihren Auftritten demonstrierten die Teilnehmer das hohe professionelle Niveau der griechischen Kaffeeszene und verdeutlichten, welchen Stellenwert Specialty Coffee mittlerweile im gastronomischen Angebot einnimmt.
Über den gesamten Tag hinweg zeigte sich, dass die Messe nicht nur als Schaufenster für Produkte, sondern als Arbeitsplattform für strategische Entscheidungen diente. Zahlreiche Fachbesucher verließen die Hallen mit konkreten Angeboten, Terminzusagen oder neu geknüpften Partnerschaften. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Veranstaltung wurde in der klaren Struktur des Programms ebenso sichtbar wie in der Bandbreite der präsentierten Innovationen.
Als sich der dritte Messetag dem Ende näherte, war das Interesse der Branche weiterhin ungebrochen. Die hohe Beteiligung und das vielseitige Programm mit zusätzlichen Aktivitäten ließen bereits erwarten, dass auch der folgende Veranstaltungstag stark frequentiert sein würde. Die HORECA 2026 setzte damit ihren dynamischen Kurs fort und festigte ihre Rolle als zentrale Plattform für Austausch, Innovation und geschäftliche Vernetzung in der griechischen Gastronomie- und Hotellerieszene. (mv)





