In den sanften Hügeln des Peloponnes, zwischen den Ortschaften Nemea und Skotini, entspringt auf einer Höhe von etwa 900 Metern der Asopos, der bedeutendste Fluss der Region Korinthia.
Von HB-Redakteur Jorgos Kontos
Reisen – Auf seinem rund 45 Kilometer langen Weg bahnt er sich seinen Lauf durch enge Täler und fruchtbare Ebenen, bevor er schließlich südlich von Kiato in den Golf von Korinth mündet. Die Reise des Asopos beginnt im Farmakas-Gebirge, wo seine westlichste Quelle entspringt. Von dort fließt er zunächst westwärts, nimmt bei Aidonia einen bedeutenden Zufluss aus dem Megalovouni-Gebirge auf und erhält bei Nemea weitere Wasserspenden von einem südlich gelegenen Profitis Elias. Sein Lauf führt ihn weiter nach Norden durch ein enges Tal, vorbei an Dafni und dem Gebirgsrücken des Xerokasteli, der ihn nach Osten ablenkt. Schließlich erreicht der Fluss bei Sikyon die Küstenebene und mündet zwischen Kiato und Nerandza ins Meer.
Der Asopos ist nicht nur ein geografisches Merkmal, sondern auch ein kulturelles Erbe. In der griechischen Mythologie wird er als Flussgott verehrt, Sohn von Okeanos und Tethys, und Vater zahlreicher Töchter, darunter Aigina und Peirene. Diese mythologische Bedeutung spiegelt die tiefe Verbindung der alten Griechen zu ihren natürlichen Lebensräumen wider.
Archäologisch ist das Gebiet um den Asopos von großer Bedeutung. Bei Aidonia wurde ein bedeutendes Gräberfeld aus mykenischer Zeit entdeckt, das Einblicke in die Bestattungsriten und das soziale Gefüge der damaligen Zeit bietet.
Auch Wirtschaftlich spielt der Fluss eine wichtige Rolle für die Region. Im Oberlauf werden seine Bäche, insbesondere bei Aidonia und Petri, traditionell zum Antrieb von Mühlen genutzt. Zudem befindet sich der Asopos-Staudamm in Planung, der das Potenzial hat, die Wasserversorgung und Energiegewinnung der Region nachhaltig zu beeinflussen. (jk)





