Hinauf, hinauf, der Himmel winkt,
Mit Flügeln aus Wachs, der Sonne entgegen.
Der junge Ikarus träumt und sinkt,
Verführt vom Licht, in falschen Wegen.
Der Vater mahnt, „Flieg‘ nicht zu hoch!“
Doch Stolz durchdringt des Jünglings Herz.
Der Sonne Glanz, so nah, so hoch,
Verlockend ist der helle Schmerz.
Das Wachs zerschmilzt im Flammenmeer,
Die Flügel brechen, Träume verglühen.
Vom Himmel stürzt er, schwer und leer,
Und fällt, ins kalte Meer zu fliehen.
Sein Mut – bewundert, doch sein Fall –
Erinnert uns, was Hochmut bringt.
Im Streben nach dem Himmelsall,
Ist‘s oft der Stolz, der uns verschlingt.
Von Maria Papadaki

