Kulturministerin Lina Mendoni eröffnete das neue Aufnahmezentrum und das Augmented-Reality-Studio im Konzerthauskomplex Thessaloniki.
Kunst & Kultur – Diese wichtige kulturelle und technologische Infrastruktur stärkt Thessalonikis Rolle als Zentrum für Kreativität und Kulturproduktion in Südosteuropa. Das Projekt wurde mit Mitteln aus dem Wiederaufbaufonds im Rahmen der Strategie des Kulturministeriums zur digitalen Transformation von Kulturorganisationen und zur Stärkung der Kultur- und Kreativwirtschaft realisiert.
Das Projekt „Schaffung eines Tonaufnahmezentrums und eines Augmented-Reality-Studios im Konzerthaus Thessaloniki“ ist eine Hightech-Investition, die die Infrastruktur des Konzerthauses modernisiert und neue Möglichkeiten für die Produktion hochwertiger musikalischer und audiovisueller Werke schafft.
Kulturministerin Lina Mendoni erklärte: „Der Betrieb des neuen Tonaufnahmezentrums und des Augmented-Reality-Zentrums der Konzerthalle Thessaloniki verleiht den bereits bedeutenden kulturellen Möglichkeiten Thessalonikis eine neue, besonders dynamische Dimension.“

Es handelt sich um eine hochmoderne Infrastruktur, die nicht nur die digitale Transformation der dem Kulturministerium unterstellten Einrichtungen betrifft. Sie ist ein unverzichtbares Instrument für die Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft. Die neue, leistungsstarke Infrastruktur im Konzerthaus soll in erster Linie von der Stadt, Kulturorganisationen und der gesamten Kunstszene des Landes genutzt werden und neue Möglichkeiten für Zusammenarbeit und Produktion eröffnen.
Unser Hauptziel ist es, dass das Tonaufnahmezentrum und das Augmented-Reality-Zentrum Produktionen und Kooperationen aus ganz Südosteuropa und der weiteren Region anziehen. Internationale Erfahrungen belegen, dass Investitionen im audiovisuellen und kulturellen Sektor einen erheblichen Multiplikatoreffekt für die Wirtschaft haben. Jeder investierte Euro kann bis zu 4,12 Euro zur Wirtschaft beitragen. Das bedeutet, dass Kultur nicht nur ein öffentliches Gut ist, sondern auch ein starker Motor für die Entwicklung lokaler Gemeinschaften und letztlich der gesamten Volkswirtschaft.
Durch die Nutzung der 36 Milliarden Euro aus dem Wiederaufbaufonds, die Premierminister Kyriakos Mitsotakis für das Land gesichert hat, investieren wir systematisch in moderne Kulturinfrastrukturen, die die Internationalität und Nachhaltigkeit unserer Organisationen stärken. Thessaloniki, als Metropole Nordgriechenlands und Südosteuropas, verfügt über die geostrategische Lage und die Voraussetzungen, um eine führende Rolle im Kulturbereich zu spielen. Mit den Investitionen des Kulturministeriums wollen wir die Stadt zu einem Zentrum für Kreativität, Kooperation und Kulturproduktion für die gesamte Region entwickeln.
Das neue Aufnahmezentrum befindet sich im Gebäude M2 des Konzerthauskomplexes Thessaloniki und wurde nach modernsten internationalen Standards für Akustik und Tontechnik konzipiert. Es umfasst ein spezialisiertes Architektur- und Akustikdesign mit fortschrittlichen Schalldämmsystemen, einen Regieraum und ein Aufnahmestudio sowie die Installation moderner elektroakustischer Geräte mit digitaler Technologie, die Aufnahmen in höchster professioneller Qualität ermöglichen. Das Zentrum soll den Bedürfnissen der Musikszene in Thessaloniki und der gesamten Region Zentralmakedonien gerecht werden und die Konzerte, Aufführungen und Konferenzen im Konzerthaus optimal ergänzen.
Das neue XR Studio ist eine innovative Infrastruktur, die modernste Technologien der audiovisuellen Produktion nutzt, darunter Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR), Projection Mapping, Spatial Sound und Motion-Capture-Systeme. Es schafft eine integrierte Produktions- und Experimentierumgebung für digitale Werke und komplexe audiovisuelle Produktionen und unterstützt gleichzeitig hochauflösende Filmaufnahmen, 360°-Content-Produktion bis zu 8K, Greenscreen-Aufnahmen und die Verarbeitung großer digitaler Datenmengen. Gleichzeitig dient es als Entwicklungs- und Kollaborationsraum für Künstler, Forscher und Studierende und stärkt so die Verbindung von Kunst und modernen Technologien.
Unmittelbar nach der Einweihung fand ein Konzert des renommierten Baritons Dimitris Platanias und der Pianistin Sofia Tamvakopoulou statt. Dieses Konzert war zugleich die erste Live-Aufnahme des neuen Aufnahmezentrums und markierte dessen Betriebsaufnahme.
28. Thessaloniki Dokumentarfilmfestival
Kulturministerin Lina Mendoni besuchte das Thessaloniki Documentary Festival, das in diesem Jahr zum 28. Mal stattfand, um sich die Dokumentarfilme von Vouvoula Skoura anzusehen, die den Nobelpreisträgern Giorgos Seferis und Odysseas Elytis gewidmet sind.
Im Rahmen des Festivals sprach die Kulturministerin mit der Regisseurin Vouvoula Skoura – deren Arbeit sie seit 2000 als Generalsekretärin des Kulturministeriums begleitet – über ihr vielschichtiges künstlerisches Universum, das historische Bezüge mit menschlichen, alltäglichen Erzählungen in einem persönlichen, exquisiten Stil verbindet. Vouvoula Skoura wird für ihren außergewöhnlichen Beitrag zum griechischen Kino und zur zeitgenössischen Kultur mit dem Goldenen Alexander, einer der höchsten Auszeichnungen des Festivals, geehrt.
Der Kulturminister wurde vom Vorsitzenden des Festivalvorstands, Akis Sakellariou, der Generaldirektorin, Elise Zalando, und dem künstlerischen Leiter, Orestis Andreadakis, begrüßt. (opm)





