Bohemian Rhapsody unter Sternen: Queen Revival Band rockte die Tonhalle

Die Tonhalle Düsseldorf verwandelte sich am 22. Januar 2026 in eine vibrierende Arena der Rockgeschichte. Unter der majestätischen Kuppel, einst 1926 als Planetarium errichtet, spannte sich ein glitzernder Sternenhimmel aus Lichtpunkten über den Köpfen des Publikums und schuf eine Bühne, die so spektakulär wie einzigartig war.
Von HB-Redakteurin Sabrina Köhler

Magazin – Wer hier ein gewöhnliches Konzert erwartete, wurde eines Besseren belehrt: Jede Ecke der Tonhalle pulsierte vor Energie, als die Queen Revival Band die Bühne betrat und die ersten Akkorde erklangen. Josch Hinder, stimmgewaltig und charismatisch wie Freddie Mercury selbst, stürzte sich mit voller Leidenschaft in die Songs, seine Gestik und Kostüme verblüffend nah am Original. Stefan Pfeiffer überzeugte als Brian May mit präzisem Gitarrenspiel, jeder Ton, jeder Sololauf saß perfekt. Christoph Stowasser am Bass, Sebastian Simmich an den Keyboards und Peter Plötzer am Schlagzeug lieferten einen Sound, der kraftvoll, dicht und gleichzeitig fein nuanciert war – genau so, wie man ihn von den Queen-Auftritten der 70er und 80er Jahre kennt.

Foto: Hellas-Bote/Maris Rietrums

Das Publikum reagierte sofort: Hände in die Luft, rhythmisches Mitklatschen, euphorisches Mitsingen. Schon bei „Crazy Little Thing Called Love“ und „Killer Queen“ war jeder Platz besetzt, kein Zuschauer blieb still. Bei „Love of My Life“ und „Who Wants to Live Forever“ schwenkten Fans Lichter, die den beeindruckenden Sternenhimmel der Kuppel reflektierten und eine fast magische Atmosphäre erzeugten. Die Verbindung zwischen Band und Publikum war greifbar, jede Bewegung der Musiker, jede Nuance der Stimmen wurde mit Spannung aufgenommen.

Im zweiten Set steigerte die Band die Intensität noch weiter. „We Will Rock You“ verwandelte die Tonhalle in einen einzigen Rhythmus-Körper: Hände, Füße und Herzen klatschten und stampften im Takt. Bei „We Are The Champions“ sang das Publikum jede Zeile mit, als stünde Freddie selbst vor ihnen. Die Band überzeugte nicht nur musikalisch, sondern auch optisch: Originalgetreue Instrumente, Gitarrenverstärker und Requisiten erweckten den Geist der legendären Queen-Touren.

Foto: Hellas-Bote/Maris Rietrums

Die Zugabe „The Show Must Go On“ bildete den krönenden Abschluss. Josch Hinder trug dabei eine nachgebildete Version von Freddies Hot-Space-Jacke von 1982, ein kunstvolles Kleidungsstück mit bunten Seidenpfeilen, das bei jedem Schritt funkelte. Jeder Ton, jede Bewegung vermittelte die ungebrochene Leidenschaft der Musiker, die die legendären Songs in Perfektion interpretierten.

Zwei Stunden lang tobte die Tonhalle, ein Meer aus Licht, Klang und Emotion, das die Zuschauer in den Bann zog. Die Queen Revival Band hatte an diesem Abend mehr als nur Musik geboten: Sie hatte ein Erlebnis geschaffen, das die unvergessliche Atmosphäre der Originalkonzerte wieder aufleben ließ. Für alle Fans von Queen heißt es nun: den 31. Januar 2026 vormerken, wenn die Band in der NEW Box Mönchengladbach erneut die Bühne rockt. (sk)

Foto: Hellas-Bote/Maris Rietrums