Ein mächtiges Sturmtief hält die griechischen Inseln in der Ägäis im eisernen Griff. Sintflutartige Regenfälle und heftige Gewitter haben binnen Stunden Straßen in reißende Ströme verwandelt, während der Himmel mit unablässigem Donnern und Blitzen die Nacht zum Tag machte. Die Behörden riefen die Bewohner dringend auf, in ihren Häusern zu bleiben.
Von HB-Redakteurin Maria Vlachou
Aktuell – Besonders betroffen sind die beliebten Urlaubsinseln Mykonos, Paros und Chios, auf denen der öffentliche Verkehr weitgehend zum Erliegen kam. Überschwemmungen machten Straßen unpassierbar, Steinschläge sorgten für zusätzliche Gefahren. Schulen blieben geschlossen, und vielerorts fiel der Strom aus.
Auf Paros mussten Rettungskräfte zwei Menschen aus einem überfluteten Auto befreien, nachdem sie von den Wassermassen eingeschlossen worden waren. Auch auf Chios herrschten chaotische Zustände: Sturmböen ließen eine Fähre nicht sicher anlegen – die Taue rissen mit solcher Gewalt, dass sie die Poller vom Kai rissen. Die Küstenwache warnte vor weiteren Gefahren auf See.
Neben dem Starkregen fegte ein orkanartiger Wind über die Ägäis. Vielerorts wurde Hagel gemeldet, der Dächer beschädigte und Felder verwüstete. Der griechische Katastrophenschutz verschickte Notfallwarnungen per Mobiltelefon und forderte die Bevölkerung auf, sich nicht ins Freie zu begeben. Nur noch Rettungs- und Einsatzfahrzeuge dürfen die Straßen nutzen.
Meteorologen erwarten, dass das extreme Wetter noch bis Mittwochmorgen anhalten könnte und sich auf das Festland sowie die östliche Ägäis ausweitet. Weitere starke Regenfälle und Sturmböen drohen die Lage weiter zu verschärfen. Die griechische Regierung prüft bereits finanzielle Hilfsmaßnahmen für die betroffenen Regionen. Die Ägäis – sonst ein Sehnsuchtsziel für Sonnenhungrige – kämpft aktuell mit der rohen Gewalt der Natur. Die Hoffnung ruht auf einem baldigen Wetterumschwung. (mv)
