Eine Sprache, die Geschichte schrieb, Gegenwart prägt und Zukunft inspiriert: Am 9. Februar wird weltweit der Welttag der griechischen Sprache gefeiert.
Von HB-Redakteurin Maria Vlachou
Aktuell – Dieses Datum ist nicht zufällig gewählt, sondern erinnert an den Todestag des großen Dichters Dionysios Solomos (1798–1857), dessen Verse zur Nationalhymne Griechenlands wurden. Doch der Tag ehrt weit mehr als ein literarisches Erbe – er zelebriert die ungebrochene Relevanz der griechischen Sprache als Eckpfeiler der Weltkultur.
Bereits seit 2017 hebt dieser internationale Gedenktag die unvergleichliche Bedeutung der griechischen Sprache hervor. „Ihr Reichtum und ihre Zeitlosigkeit sind unbestreitbar“, heißt es in offiziellen Erklärungen. Und tatsächlich: Keine andere Sprache hat die westliche Zivilisation derart geprägt. Von den ersten philosophischen Abhandlungen über wissenschaftliche Begriffe bis hin zur modernen Lexik – das Griechische ist allgegenwärtig.
Mit einer über 3.500-jährigen Geschichte gehört das Griechische zu den ältesten Sprachen der Welt, die bis heute gesprochen werden. Experten wie der spanische Philologe Francisco Rodriguez Adrados betonen: „Griechisch ist die erste Sprache der Welt. Ihr Alphabet, Wortschatz und ihre Syntax haben alle modernen Sprachen beeinflusst.“ Dies zeigt sich auch in der deutschen Sprache: Rund 41.000 Begriffe haben griechische Wurzeln, darunter Akustik, Ethik, Utopie und Chaos.
Die Feierlichkeiten zum Welttag der griechischen Sprache erinnern daran, dass Sprache weit mehr als ein Kommunikationsmittel ist – sie ist das Fundament von Kultur, Identität und Wissenschaft. In Schulen, Universitäten und Kultureinrichtungen auf der ganzen Welt finden Veranstaltungen statt, die das Bewusstsein für diese außergewöhnliche sprachliche Errungenschaft stärken.
In einer Zeit, in der Globalisierung und digitale Medien neue Sprachlandschaften formen, bleibt das Griechische ein zeitloses Monument der menschlichen Geistesgeschichte. Der Welttag der griechischen Sprache mahnt uns, diese wertvolle Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu bewahren – denn in ihren Worten hallt die Stimme der Zivilisation wider. (mv)





