Fira, auch bekannt als Thira, ist der pulsierende Mittelpunkt der Insel Santorin und ein absolutes Muss für jeden Griechenland-Liebhaber.
Von HB-Redakteurin Soula Dimitriou
Reisen/Santorin – Die charmante Hafenstadt, die hoch über der berühmten Caldera thront, bietet nicht nur spektakuläre Aussichten auf die Ägäis, sondern auch eine Fülle von Sehenswürdigkeiten, die Geschichte, Kultur und atemberaubende Landschaft vereinen. Mit ihren weiß getünchten Gebäuden, engen, gepflasterten Gassen und einer besonderen Mischung aus modernem Flair und antikem Charme ist Fira ein besonderes Reiseziel.

Der Alte Hafen – Tor zur Geschichte
Der Alte Hafen von Fira, tief unterhalb der Stadt gelegen, ist ein historisches Highlight, das eng mit der Geschichte der Seefahrt und dem Handel Santorins verknüpft ist. Heute legen hier vor allem Kreuzfahrtschiffe an, und der Hafen ist der Ausgangspunkt für Tagesausflüge zur Vulkaninsel Nea Kameni oder den heißen Quellen von Palea Kameni. Der Weg hinunter führt über den berühmten Serpentinenweg, der mit 587 Stufen ins Tal führt. Alternativ können Sie den Abstieg mit der Seilbahn genießen, der einen atemberaubenden Blick auf das tiefblaue Meer und die steilen Felswände der Caldera bietet.
Die orthodoxe Kathedrale Metropolis – Ein architektonisches Juwel
Die orthodoxe Kathedrale Metropolis ist ein Meisterwerk der byzantinischen Architektur und ein Wahrzeichen von Fira. Ihr imposanter Kuppelbau überragt die Stadt und ihr Inneres, geschmückt mit prächtigen Fresken des Künstlers Christoforos Asimis, bietet eine Oase der Ruhe und des Staunens. Besonders beeindruckend ist der gigantische Kristallleuchter, der den Innenraum erstrahlen lässt. Die Kathedrale ist einer der größten sakralen Bauten auf den Kykladen und zieht Pilger und Touristen gleichermaßen in ihren Bann.
Archäologisches Museum – Eine Reise in die Antike
Wer sich für die Geschichte Santorins interessiert, darf einen Besuch im Archäologischen Museum von Fira nicht verpassen. Es bewacht wertvolle Artefakte aus der antiken Stadt Alt-Thera sowie Funde aus der prähistorischen Siedlung Akrotiri. Hier finden sich zahlreiche Skulpturen, Keramiken und Fresken, die das Leben in der Bronzezeit auf Santorin dokumentieren. Besonders sehenswert ist die Sammlung antiker Vasen und die beeindruckende Darstellung des Vulkanausbruchs, der das Schicksal Santorins maßgeblich prägte.

Die Caldera und ihre Aussichtspunkte – Magische Panoramen
Fira ist weltweit für seine spektakuläre Lage an der Caldera bekannt, einem riesigen Krater, der nach einem gewaltigen Vulkanausbruch vor Tausenden von Jahren entstanden ist. Von den vielen Aussichtspunkten in der Stadt haben Sie einen unvergesslichen Blick auf das tiefblaue Meer und die vulkanischen Inseln. Besonders in den Abendstunden, wenn die Sonne hinter dem Horizont versinkt und der Himmel in warmen Gold- und Rottönen taucht, zieht dieser Ort Fotografen und Romantiker aus aller Welt an. Einer der besten Aussichtspunkte befindet sich in der Nähe der Kathedrale Metropolis – perfekt für ein unvergessliches Urlaubsfoto.
Katholisches Viertel und Katharinenkloster – Religiöse Vielfalt
Ein wenig versteckt, aber nicht minder beeindruckend, liegt das katholische Viertel von Fira. Dieses historische Viertel stammt aus der venezianischen Epoche und war einst das Zentrum der katholischen Gemeinschaft auf Santorin. Hier finden sich charmante Gassen, die von pastellfarbenen Häusern gesäumt sind, und die beeindruckende Kirche Ágios Ioánnis Baptists, ein weiterer sakraler Höhepunkt der Stadt. Das Viertel versprüht einen ganz besonderen Charme und bietet eine ruhige, schnell nostalgische Atmosphäre. Obwohl das Katharinenkloster nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich ist, bleibt das Viertel eine interessante Erinnerung an die kulturelle Vielfalt der Insel.
Megaro Gizi Museum – Ein Fenster zur Vergangenheit
Das Megaro Gizi Museum, untergebracht in einem wunderschönen venezianischen Herrenhaus, bietet faszinierende Einblicke in die Geschichte und Kultur Santorins. Es zeigt eine beeindruckende Sammlung alter Manuskripte, Gemälde und Fotografien, die das Leben auf der Insel vor und nach dem verheerenden Erdbeben von 1956 dokumentieren. Der Innenhof des Museums lädt nach dem Rundgang zum Verweilen ein und bietet eine Oase der Ruhe im Herzen von Fira.
Kulinarische Erlebnisse – Genuss mit Blick auf die Ägäis
Neben den kulturellen und historischen Highlights ist Fira auch ein Paradies für Feinschmecker. Die Stadt bietet eine breite Palette an traditionellen Tavernen, modernen Restaurants und schicken Cafés, die sowohl lokale als auch internationale Küche servieren. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch in den Tavernen entlang der Caldera-Promenade, wo Sie typische griechische Spezialitäten wie Moussaka, frischen Fisch oder Fava kosten können – stets begleitet von einem Glas Vinsanto, dem süßen Dessertwein Santorins. (sd)

